Abenteuerwochenende
Viel geboten war vor kurzem für die jüngsten Trachtler der Immergrün aus Kolbermoor. Die Jugendleiter luden den Nachwuchs zum „Abenteuerwochenende“ auf dem Anwesen der Familie Staudinger ein. Nach dem Aufbauen der Zelte hatten sich die Verantwortlichen allerlei Ausgedacht. Bei schönstem Sommerwetter konnten die kleinsten bei einer Schnitzeljagd gemeinsam wetteifern oder sich beim Spielen nach Lust und Laune austoben. Das ein solches Pprogramm hungrig macht, erklärt sich von selbst. So wurde zum Abschluss des Tages noch mit den Eltern gemeinsam am Lagerfeuer gegrillt. Bis dann langsam die Äuglein schwer wurden und der erlebnisreiche Tag durch die Bettruhe beendet wurde.
Griabige Frühjahsversammlung
Heuer war die Frühjahrsversammlung bei den Immergrünen Trachtlern aus Kolbermoor etwas anders als sonst. Statt dem gewöhnlichen Treffen am frühen Abend luden die Verantwortlichen dieses Mal zum Frühschoppen ein. Ursprünglich sollte dieser im Park neben dem Trachtenheim stattfinden, doch Petrus hielt es mit seinen Eisheiligen nicht besonders gnädig, so dass die Trachtler in das Trachtenheim auswichen. Trotz des schlechten Wetters ließen sie sich ihre gute Laune nicht nehmen und so wurde mit Jung und Alt zusammen getanzt, musiziert und viel gelacht, so dass jeder Teilnehmer einen unvergesslichen Vormittag erlebte.
Maibaumaufstellen – ein Fest in und für Kolbermoor
Mit einem letzten kräftigen „schiabts sachte o Buam“ wurde der neue Maibaum, um kurz nach 13:00 Uhr in seine gewohnte Position gebracht. Gute 2 Stunden hat das diesjährige Spektakel gedauert. Zum Glück zeigte sich auch Petrus mit dem Wetter dieses Mal mehr als gnädig und bei hochsommerlichen Temperaturen konnten alle Anwesenden rundum zufrieden sein.
Bereits ab 10:00 Uhr begann das Maibaumfest und die Besucher wurden mit den Klängen der Ensembles und Chören der Stadtsingschule verwöhnt. Um kurz vor halb zwölf zog dann die Stadtkapelle begleitet von den Trommlern des Trachtenvereins Immergrün schneidig ein – gefolgt vom neuen Maibaum und seinen Aufstellern. Im Anschluss wurde von den Männern einiges an Muskelkraft abverlangt. Erst wurde der gut 28 Meter lange Baum in seine Fassung gehievt und dann traditionell mit „Schweiberln“ aufgestellt. Um auf Nummer sicher zu gehen ist dieser während des Aufstellens von der Firma Engl abgesichert worden. Die Kolbermoorer Bürger ließen sich in der Zwischenzeit von den Trachtenvereinen, der Stadtsingschule und der Familie Werner mit Speis, Trank und Kaffee & Kuchen verwöhnen.
Der Nachmittag fand mit Auftritten der Kinder, Jungend und Aktiven der Trachtenvereine einen gemütlichen Ausklang. Zum Schluss ließen es die Goaßlschnalzer des Trachtenvereins Immergrün noch einmal richtig krachen. So bewahrte sich wieder der alte Spruch „nur gemeinsam sind wir stark“ und nach 5-jähriger Pause brachten die drei Vereine Immergrün, D´Mangfalltaler und die Stadtsingschule wieder ein einmaliges Fest zusammen, welches die Kolbermoorer Bürger zusammenbringt. So darf man sich wieder freuen, wenn es in 5 Jahren wieder heißt „heid werd da neie Maibaum aufgstellt – do geh ma hi“.
A „bsunderne Stund“ für Ostern
Etwas besonderes haben sich die Jugendleiter für den Nachwuchs der Immergrünen Trachtler in der Karwoche ausgedacht. Obwohl in den schon angebrochenen Ferien die Proben normalerweise ruhen lud man die Kinder und Jugend zu einer besonderen Stunde zum Beisammensein und Basteln für das nahende Osterfest ein. In der Osterprobe wurde dann nach Herzenslust Osternestl gebastelt, Eier gefärbt und Osterkerzen verziert. Voller Stolz gingen dann die Jüngsten mit ihren selbst gebastelten Osterpräsenten nach Hause.
„Pack mas o“ – Arbeiten am Kolbermoorer Maibaum starten
Nun ist die heiße Phase für den neuen Kolbermoorer Maibaum eingetreten. Am Samstag, den 28. März wurde dieser von seinem Lagerplatz zu seiner neuen Wirkungsstätte gebracht. Viel Fingerspitzengefühl und Können benötigte dabei der Fahrer, dass das Traditionsstangerl den Transport auch unbeschadet überstand – was mit einer beachtlichen Länge von rund 28 Metern gar nicht so einfach ist. Ab jetzt heißt es für die Mitglieder der beiden Kolbermoorer Trachtenvereine und der Stadtsingschule fleißig zu sein, um den entrindeten Baum von seinem Rohzustand in einen schönen Maibaum zu verwandeln. Dabei stehen zu Beginn erst einmal Hobeln und Schleifen auf dem Programm bis man dann endlich zum Pinsel greifen kann und ihn als Krönung mit den schönen bairischen Farben Weiß und Blau verziert. So ist für alle Beteiligten noch viel zu tun bis er dann am Sonntag, den 03. Mai in seine gewohnte Position auf dem Kolbermoorer Marktplatz gehievt wird.
Palmsonntag – Ein besonderer Tag für Groß und Klein
Auch heuer beteiligten sich die Immergrünen Trachtler aus Kolbermoor am Palmsonntag wieder an der Weihe der Palmbuschen. Dies stellt immer einen wichtigen Tag im Jahreskreislauf vor allem bei den kleinsten Trachtlern da, die voller Stolz ihre selbstgebastelten „Buschn“ präsentierten und nach dem Kirchgang unter das Volk brachten.
Feiner Gsang und dazu a schneidiger Musiklang
Gelungener Hoagascht bei den Immergünen in Kolbermoor
Was wäre wohl die Welt ohne Musik? Sie wäre wohl nur halb so schön! Musik transportiert das ganze Repertoire von Glück bis Leid, von Sehnsucht bis Schmerz und beeinflusst dabei unser Gemüt mehr als uns lieb ist. Diese Erfahrung konnten auch die Besucher des Musikanten Hoagaschts in Kolbermoor bei den „Immergrünen Trachtlern“ am vergangenen Samstag machen. Mit dem Thema „Jagern und Wuidern“ konnten die anwesenden Gruppen auf eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Lieder- und Musikstücken zurückgreifen. Der Oberstoaleitn Gsang - bestehend aus 3 jungen Sängerinnen aus dem Oberland - verwöhnten dabei das Publikum gesanglich mit Stücken über die „Liab und as Leid“ in der Jagerei. Im Gegenzug trugen die Parsberger Sänger, welche bereits seit über 40 Jahren aktiv sind, Lieder über das Zusammentreffen der Kontrahenten Jäger und Wilderer gekonnt vor. Instrumental umrahmt wurde die Veranstaltung von den Hosei Dirndln aus Weildorf, die im Berchtesgadener Land wohnhaft sind. Die beiden noch recht jungen Geschwistern zogen mit ihren Ziach Stückerln die Zuhörer in ihren Bann. Für den instrumentalen Höhepunkt sorgte an diesem Abend die Weinberg Zithermusi. Dabei verzauberten sie die Anwesenden mit dem schneidigen und harmonischen Zusammenspiel von 3 Zithern und einer Kontragitarre. Durch das Programm führte Florian Podhorny, welcher mit kleinen Beiträgen zur Thematik den historischen Hintergrund sowie den Einzug der Jagerei in die traditionelle Volksmusik darstellte. Nach gut 2 Stunden Programm und einer kleinen Pause fand der Hoagascht einen gemütlichen Ausklang beim geselligen Ratsch der durch die Musik weiter untermalt wurde.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht selbst mit der Zeit
Neuwahlen beim Trachtenverein Immergrün Kolbermoor
Am vergangenen Samstag fand bei den Immergrünen Trachtlern aus Kolbermoor die 133. Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Nach kurzer Begrüßung durch den 1. Vorstand Christan Staudinger durfte er 18 Neumitglieder im Trachtenverein begrüßen. Danach folgten schon die Berichte der einzelnen Abteilungen. Den Anfang durfte Schriftführer Florian Podhorny machen - er führte kurz durch das vergangene Trachtenjahr, welches wieder viele Höhepunkte bereithielt. So hatten vor allem die Kinder ein abwechslungsreiches Programm, ob beim Proben, beim Vereinspreisplattln, bei Ausflügen oder beim Kirtahutschn – hier war für jeden etwas dabei. Aber auch die älteren Trachtler kamen 2025 nicht zu kurz, so konnte man beim Musikanten Hoagascht, am Gaufest in Traunstein und auf den vielen Veranstaltungen des Trachtenvereins viele schöne Stunden erleben. Mit der 17 Schäfflersaison stand natürlich eine besondere Zeit für den Verein an. So liefen bereits ab dem vergangenen Frühjahr die Vorbereitungen auf Hochtouren – bis dann am 05. Januar vor dem Kolbermoorer Rathaus die neue Tanzsaison eröffnet wurde. Bis zum Faschingssonntag tourten dann die Schäffler durch das Mangfalltal und den Landkreis und zeigten ihr Können. Aber auch im Frühjahr steht das nächste Großereignis an, wenn zusammen mit dem Bruderverein „D´Mangfalltaler“ und der Stadtsingschule der neue Maibaum hergerichtet und aufgestellt wird.
Im Anschluss gab der Jugendleiter Bernd Nachtweih einen kurzen Einblick über die aktuelle Kinder- und Jugendarbeit. Mit 37 Vereinskindern und Jugendlichen konnte das starke Niveau der Jugendarbeit konstant gehalten und ausbaut werden. Der Zukunft steht somit nichts im Wege und auch die Aktiven können sich immer um frischen Nachwuchs freuen so ist die Gruppe derzeit mit 23 Teilnehmern gut aufgestellt. Auch bei den Goaßlschnalzern und Trommlern blieb der positive Trend der aktiven Zugehörigen konstant. Ein besonderer Dank an diesem Abend galt der Trachtenwartin Maria Unterlinner – sie kümmerte sich nicht nur darum, dass ein jeder im Verein das passende „Gwand“ hat, sondern hat sich auch wieder aufopferungsvoll um die Einkleidung der Schäffler und Kasperl gekümmert – was einem Vollzeitjob nahekommt. Der Kassier Manuel Wagner berichtete, dass der Verein weiterhin auf gesunden finanziellen Füßen steht – der Dank hierfür galt allen Mitgliedern die bei den verschiedensten Anlässen immer ihre Freizeit zum Arbeiten opfern. Mit besonderer Spannung wurde der Bericht des 1. Vorstandes Christian Staudinger erwartet, welcher nach 12 Jahren als Vorstand nicht mehr zu Wahl antrat. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für die jahrlange Unterstützung in seinen Ämtern. Mit dem Ausscheiden geht beim Trachtenverein eine 30-jährige Ära zu Ende. So begann seine Karriere beim Trachtenverein 1996 als Vorplattler, das er über viele Jahre blieb, danach fungierte er als 2. Vorstand, bis er 2014 selbst 1. Vorstand wurde. In seiner Abschlussrede verwies er dabei, dass die Grundwerte wie Tradition, der christliche Glaube und das Brauchtum nicht aufgeweicht werden dürfen, da sie das Fundament bilden – jedoch ist ein verwehren der Neuzeit nicht möglich – weil wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Er übergibt an seine Nachfolger einen gesunden und facettenreichen Verein, welcher durch seine verschiedenen Sparten für Jung und Alt ein attraktives Programm bietet.
Nachdem der Ausschuss entlastet wurde standen die Neuwahlen an. Als Nachfolgerin für Christian Staudinger folgt nun als 1. Vorstand Lisa Höckh, welche durch die stellvertretenden Vorstände Christine Zehetmair und Bernd Nachtweih unterstützt wird. In Ihren Ämtern wurden Manuel Wagner als Kassier und Florian Podhorny als Schriftführer bestätigt. Veränderungen gibt es auch in der Kinder- und Jugendarbeit. Hier teilen sich das Amt der Jugendleiter die Geschwister Andreas Eibl und Johanna Eibl. Als Dirndlvertreterinnen fungieren nun Katharina Nachtweih und Klara Treibenreif – Vorplattler wird Markus Nachtweih. In den anderen Sparten des Ausschusses gab es keine Veränderungen. Als Sprecher der Schnalzer fungiert weiterhin Christian Rothmeier, Ansprechpartner der Trommler bleibt Christian Seidl. Auch die Trachtenwartin Maria Unterlinner wurde in ihrem Amt bestätigt, ebenso der 1. Fähnrich Andreas Redl und der 2. Fähnrich Thomas Heilmann. Weiterhin unterstützt Max Unterbuchner den Kassier und auch Rosalie Redl bleibt ihrem Amt als Invetarverwalterin treu. Als besonderes Dankeschön führten im Anschluss die Aktiven für den ausgeschiedenen Vorstand noch den Kronentanz auf und überreichten ihm im Namen des Vereins noch ein Präsent, dass ihm seine Zeit im Ruhestand nicht zu langweilig wird.
Große Faschingsgaudi
Am vergangenen Mittwoch platzte das Trachtenheim in Kolbermoor wieder fast aus allen Nähten als die Immergrünen Trachtler zur Faschingsgaudi einluden. So wurde die Kinder- und Jugendprobe in eine bunte und lustige Faschingshochburg verwandelt. Dabei kamen nicht nur Kinder und Jugend auf ihre Kosten, sondern auch die Eltern der Jüngsten sowie die Aktiven mischten sich unter die lustige Gemeinschaft. Bei Spiel und Tanz konnten alle Beteiligten ihr Können unter Beweis stellen. Leider verging für die jüngsten die schönen Stunden viel zu schnell und so bleibt doch die Vorfreude auf das kommende Jahr – wenn es wieder heißt – auf geht’s zum Immergrünen Fasching.